Geschichte

In der evangelischen Arbeitswelt ist die Berücksichtigung der familiären Situation der Mitarbeitenden nicht neu. Doch in kaum einer diakonischen oder kirchlichen Einrichtung ist Familienorientierung bisher Bestandteil des strategischen Personalmanagements. Zu dieser Erkenntnis kam die 2013 vom Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD erstellte Studie Familienorientierte Personalpolitik in Kirche und Diakonie.

Diese Studie war Anstoß für eine gemeinsame Initiative von Diakonie Deutschland und dem Kirchenamt der EKD mit dem Ziel, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie insbesondere in kleineren und mittleren Einrichtungen mit einem eigenen Zertifizierungsprozess zu unterstützen. Im November 2016 ging das dreijährige Projekt an den Start.


Das Projekt stützt sich bei der Entwicklung des Evangelischen Gütesiegels Familienorientierung auf die vielen Erfahrungen der evangelischen Landes- und Gliedkirchen sowie der Landes- und Fachverbände der Diakonie. Dazu zählen unter anderen:

  • Das Gütesiegel Familienorientierung der Diakonie Bayern, das der Landesverband schon seit 2010 seinen Mitgliedern anbietet.
  • Die Hauptvorlage „Familie heute“ der Evangelischen Kirche in Westfalen.
  • Das Programm „Debora – Fach- und Führungskräftevielfalt sichern" der Diakonie Württemberg.