Umgang mit Rechtspopulismus

Eine Herausforderung für Verantwortliche in Kirche und Diakonie

In den letzten Jahren haben sich die politischen Kräfteverhältnisse in Deutschland verschoben. Eine neue rechte Bewegung mit parlamentarischer Vertretung hat zunehmend an Einfluss gewonnen. Diese profitiert von weit verbreiteten Gefühlen von Unsicherheit. Es kam zu einer erheblichen gesellschaftlichen Polarisierung bis hinein in Gemeinden, Freundeskreise und Familien.

Für Leitungskräfte aus Kirche und kirchlichen und diakonischen Einrichtungen ist dies eine Herausforderung: Wie sollte mit Angriffen von rechts umgegangen werden? Insbesondere angesichts der Tatsache, dass deren Grundpositionen christlichen Werten diametral entgegengesetzt sind? Kann in der Öffentlichkeit, etwa bei Podiumsdiskussionen, mit Vertreterinnen des Rechtspouplismus diskutiert werden? Falls ja, unter welchen Bedingungen und wie? Was kann einer rechten Kampagne vor Ort entgegengesetzt werden?

Das Seminar soll Führungskräfte auf den politischen Umgang mit der neuen rechten Bewegung besser vorbereiten. Dabei sollen zentrale Elemente rechten Diskurses genauer untersucht werden: Wie wird von rechts über Christentum und Kirche geredet? Wie kann Kirche auf rechte Aktivitäten z.B. zu geplanten Unterkünften für Geflüchtete reagieren? Wie kann man in Auseinandersetzungen bestehen?

Ergebnisse

Die Teilnehmenden

  • haben ein umfassendes Wissen um Inhalte und Strategien neurechter und rechtspopulistischer Akteure,
  • kennen kirchenpolitische und theologische Positionen dieser Akteure,
  • entwickeln Strategien zur politischen Auseinandersetzung,
  • bestehen in öffentlichen Diskussionen kennen wichtige Gesprächstechniken und setzen Körpersprache bewusst ein.

Schwerpunkte

  • Lagebild Rechtspopulismus / Neue Rechte, Definitionen
  • Rechtspopulistische Diskurse und Medien, rechte Talking Points und was dahinter steht
  • Rechte theologische Diskurse
  • Strategien für politisches Handeln im lokalen/regionalen Raum
  • Politische Kommunikation zum Thema. Referent: Toralf Staud (freier Journalist, u.a. für DIE ZEIT)
  • Gesprächstechniken und Körpersprache. Trainer: Stephan Born (GEP) und Heike Krohn-Bräuer (EKBO) (angefragt)
  • Erfahrungsaustausch über öffentliche Diskussionen mit der AFD: Bischof Dr. Dr. h.c. Markus Dröge (EKBO) (angefragt)
Informationen

18. - 19. Februar 2019

Dietrich Bonhoeffer Hotel, 10117 Berlin

16 Teilnehmende
Führungskräfte der mittleren kirchlichen Leitungsebene und diakonischer Unternehmen und Einrichtungen

190,00 plus Übernachtung/Verpflegung

Veranst.-Nr.: 526402

Methoden

  • Fachspezifische Impulse
  • Arbeitsgruppen und kollegialer Austausch
  • Planspiel
  • Training mit Kamera
  • Feedback und kollegiale Beratung
Dozierende

Henning Flad, BAG Kirche & Rechtsextremismus, Berlin

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Kontakt

Inhaltliche Anfragen

Dr. Lars Charbonnier
030 203 55-586
lars.charbonnier@fa-kd.de

Anmeldung

Bianka Mertel
030 203 55-583
bianka.mertel@fa-kd.de

In Kooperation

Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche & Rechtsextremismus