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Doing Culture II - Oktober 2016, Rummelsberg - Tagungsdokumentation

Dr. Silke Köser, Dr. Bernhard Petry und Prof. Dr. Beate Hofmann planten und führten die Tagung Doing Culture II durch
Dr. Silke Köser, Dr. Bernhard Petry und Prof. Dr. Beate Hofmann planten und führten die Tagung Doing Culture II durch

Führungskräfte Diakonischer Träger trafen sich in Rummelsberg

Rund 40 Führungskräfte der Diakonie aus ganz Deutschland waren nach Franken gekommen, um sich zwei Tage lang über die Unternehmenskultur in diakonischen Einrichtungen auszutauschen.

Vorstellung erster Forschungsergebnisse

Neben Berichten und Gelegenheit zum gegenseitigen Vorstellen eigener kultureller Elemente, wurden erste Forschungsergebnisse vorgestellt.
Dr. Michael Bartels, Vorsteher beim Pommerschen Diakonieverein, hob in seinem Beitrag die Bedeutung der Authentizität hervor: Mitarbeitende haben ein gutes Gespür dafür, ob das, was gesagt auch gelebt wird.

„Kultur ist, wie wir uns in weltlichen Dingen christlich entscheiden und verhalten und nicht, wie wir zur Welt ein christliches Gegengewicht aufbauen.“

So äußerte sich Bartels in Bezug auf das Vorbildverhalten von Vorgesetzten.

Befragung von Mitarbeitenden bei diakonischen Trägern: Pro und Kontra

Professorin Beate Hofmann (IDM) stellte erste Ergebnisse von Befragungen von Mitarbeitenden bei diakonischen Trägern vor. Aus deren Sicht werden die Unternehmen positiv wahrgenommen.

Insbesondere Werte und Wertschätzung, die Möglichkeit zu Fortbildungen, politische Stellungnahmen zu Tagesthemen oder ein bestehendes Qualitätsmanagement werden als gut bewertet.

Gleichwohl sehen die Mitarbeitenden auch kritische Punkte: lange Wege von Entscheidungen oder das Nicht-Spüren einer diakonischen Kultur werden negativ bewertet.

Als eine These für die weiteren Untersuchungen formulierte Hofmann:

„Von den diakonischen Arbeitgebern erwarten die Mitarbeitenden Sicherheit, Innovationskraft und Gestaltungsspielraum.“

Karl Schurz, Vorstandsmitglied der Rummelsberger Diakonie, bekräftigte diese These. 

Dezentralisierung und einheitliche Unternehmenskultur

Die Rummelsberger sind seit einigen Jahren dabei, ihre großen zentralen Einrichtungen nach und nach zu verkleinern, um dezentral zu arbeiten und gleichzeitig eine einheitliche Unternehmenskultur überregional pflegen. Ähnliche Erfahrungen aus ihren Einrichtungen berichteten Lars Eisert-Bagemihl, Geschäftsführer der Diako Thüringen und Dr. Ingo Habenicht vom Evangelischen Johanneswerk Bielefeld, die je ihre Kulturarbeit beschrieben.

Die Führungskräfte der Diakonie wagten auch einen Blick über den Tellerrand:
Michaela Nüssel, Personalentwicklerin bei der NÜRNBERGER Versicherung berichtete über die UnternehmenskulTour ihres Arbeitgebers.

Dr. Silke Köser von der Führungsakademie für Kirche und Diakonie (fakd) und Dr. Bernhard Petry, Diakonische Akademie Rummelsberg, fassten die Ergebnisse zusammen: Kulturarbeit ist eine wichtige Aufgabe in Diakonischen Einrichtungen. Gesagtes muss dem Erlebten standhalten, dann werden Mitarbeitende den Arbeitgeber Diakonie auch weiterhin gut bewerten.

Folgeveranstaltung "Doing Culture III" geplant

Aufgrund der großen Nachfrage zu dieser Veranstaltung wird voraussichtlich eine Folgeveranstaltung „Doing Culture III“ für das Frühjahr 2018 in Berlin geplant.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Dr. Silke Köser unter silke.koeser@fa-kd.de.

Abschlusstagung „Merkmale diakonischer Unternehmenskultur in einer pluralen Gesellschaft“ im September 2018

Die Abschlusstagung des Forschungsprojektes „Merkmale diakonischer Unternehmenskultur in einer pluralen Gesellschaft“ findet am 27. September 2018 im Assapheum in Bielefeld statt.
Im Mittelpunkt dieser Tagung wird die Präsentation der Ergebnisse stehen.

Bitte merken Sie sich diesen Termin schon einmal vor!

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Heike Schneider unter schneider(at)diakoniewissenschaft-idm.de

Tagungsdokumentation