Programm für Führungskräfte-Nachwuchs in der Kirche

EKM und fakd gehen neue Wege – Pilot-Weiterbildung abgeschlossen

08.02.2021

Häufig hören wir die Frage: „Woher kommen denn die Superintendentinnen von morgen?“ Wenn die Gestaltungs- und Transformationsaufgaben zunehmen und die Zahl der Pfarrerinnen und Pfarrer geringer wird, müssen die Kirchen zielgerichtet und frühzeitig Antworten auf diese Frage geben.

Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) hat in Kooperation mit der fakd ein Programm zur Förderung von Führungskräftenachwuchs durchgeführt. Nach einer Auswahlphase im Jahr 2019 nahmen sechs Frauen und vier Männer an einem Qualifizierungsprogramm teil, das vier Fortbildungsmodule, kollegiale Beratung, das Kennenlernen außerkirchlicher Organisationen sowie Mentoring- und Coachinggespräche umfasste.

Mit der Perspektive der Führung der mittleren kirchlichen Leitungsebene führte die fakd die vier dreitägige Fortbildungsmodule durch. Die Inhalte haben zentrale Aspekte im Führungshandeln beleuchtet: Selbstführung und geistliches Leben; Organisationstheorie und Organisationsentwicklung; Personalführung und Führungskommunikation; Change-Management und Strategiefindung. Durch die Corona-Pandemie fanden zwei Module als Online-Seminare und zwei Module in Präsenz statt.

Die abschließende Auswertungsrunde brachte persönliche Entwicklungen, eine Erweiterung des Handwerkszeugs und eine geklärte Vorstellung vom eigenen Leitungshandeln zur Sprache. „Führung ist wirklich lernbar“, sagte ein Teilnehmer. Dr. Lars Charbonnier und Peter Burkowski von der fakd, die das Pilotprogramm begleitet haben, sind sicher, dass auch andere Landeskirchen von der EKM und ihrer Antwort auf die Zukunftsfrage lernen können.