Familienorientierte Personalpolitik

Für viele Beschäftigten sind die Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf mindestens so wichtig wie das Gehalt. Eine familienorientierte Personalpolitik greift diesen Bedarf auf und entwickelt Maßnahmen, die zum jeweiligen eigenen Kontext passen.*

Familienorientierte Angebote am Arbeitsplatz funktionieren nur dann, wenn ein offener Interessensausgleich zwischen Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden sowie zwischen den unterschiedlichen Bedarfen der Mitarbeitendenschaft stattfindet. So wird gewährleistet, dass die konkrete Arbeitsbelastung für alle nachvollziehbar verteilt wird. Dabei sind es oft schon die kleinen Dinge, die Mitarbeitenden die Vereinbarkeit erleichtern. Im Idealfall erfahren Mitarbeitende Wertschätzung für ihre familiäre Situation. Arbeitgebende hingegen profitieren von motiviertem und engagiertem Personal, sinkender Fluktuation und einer reduzierten Fehlzeitenquote.

Es werden drei Handlungsfelder familienorientierter Personalpolitik mit insgesamt acht Maßnahmenbereichen unterschieden. Für die Zertifizierung mit dem Evangelischen Gütesiegel Familienorientierung müssen alle drei Handlungsfelder berücksichtigt werden. Die konkreten Maßnahmen entwickeln die Zertifzierungsteilnehmenden eigenständig im Laufe des Verfahrens.

     

    * In einer erweiterten Definition nimmt Familienorientierung eine lebensphasen-orientierte Perspektive ein. Das heißt, es werden auch Bedarfe von Mitarbeitenden berücksichtigt, die sich ehrenamtlich engagieren, gesundheitlich vorsorgen oder privat weiterentwickeln möchten.

    Beispiele für Maßnahmen finden Sie hier.  

    Drei Handlungsfelder