Praxisberichte

Tu Gutes - und rede darüber! Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, doch die Erfahrung zeigt, dass viele kirchliche und diakonische Einrichtungen mit innovativen und hochwirksamen Mitteln Familienorientierung leben, doch niemand erfährt davon. Hier sammeln wir für Sie Beispiele aus der Praxis und gucken dabei auch mal über den Tellerrand des evangelischen Arbeitmarkts. 


Familienorientierung gross machen im Diakoniewerk Simeon

Das Diakoniewerk Simeon ist eine der größten Piloteinrichtungen beim Evangelischen Gütesiegel Familienorientierung. Rund 1.300 Mitarbeitenden gestalten in Berlin und Brandenburg die Angebote aus fünf Fachbereichen. Es waren auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Idee hatten, das Thema "Vereinbarkeit von Familie und Beruf" im eigenen Unternehmen voranzutreiben. Schnell fanden sie die Unterstützung der Geschäftsführung, die sich mit der Teilnahme an der Pilotphase deutlich zu einer Weiterentwicklung der unternehmensinternen familienorientierten Personalpolitik bekannte. Nun steht das Unternehmen kurz vor der Erst-Zertifizierung. Mehr zum Prozess erfahren Sie in der aktuellen Mitarbeiter*innenzeitung.


Kirchenkreisamt Ronnenberg zeigt wie Familienorientierung in kirchlicher Verwaltung funktionieren kann

Das Kirchenkreisamt Ronnenberg ist ein gutes Beispiel dafür, wie Familienorientierung in kirchlicher Verwaltung funktionieren kann. Mit etwa 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehört das Kirchenkreisamt eher zu den kleineren Einrichtungen, die an der Pilotphase zum Evangelischen Gütesiegel Familienorientierung teilgenommen haben. Es mangelte ihnen aber nicht an Ideen, wie den Mitarbeitenden der Balanceakt zwischen familiären Verpflichtungen und den Aufgaben am Arbeitsplatz erleichtert werden könnte. Schließlich ist eine "mitarbeitende"orientierte Haltung im Kirchenkreisamt Ronnenberg schon lange fest verankert. Mit dem erfolgreichem Audit zur Erst-Zertifizierung mit dem Evangelischen Gütesiegel Familienorientierung haben es der Leiter des Kirchenkreisamtes, Joachim Richter, und sein Team nun aber offiziell bestätigt bekommen: Im Kirchenkreisamt Ronnenberg wird Familienorientierung groß geschrieben! 

Meldung zum Audit im Kirchenkreisamt Ronnenberg vom 08. Mai 2019

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Familienorientierung in der Kirche – wie geht das?

Den Menschen in seiner Ganzheit wahrnehmen, der Schutz der Familie, der Dienst am Nächsten – all diese Werte gehören untrennbar zum christlichen Selbstverständnis. Doch kommen diese Werte nicht gerade bei jenen zu kurz, die sich ihnen ganz verschreiben, wie etwa bei den  Pfarreinnen und Pfarrer, den vielen ehrenamtlichen Mitwirkenden in den Gemeinden oder den Kirchenleitenden? Ihre Kernarbeitszeit beginnt oft dann, wenn andere frei haben. Sie nehmen sich Zeit für die Lebensnöte ihrer Mitmenschen, während die eigene Familie nicht selten zurückstecken muss. Familienorientierung in der Kirche, geht das überhaupt?

Löbau-Zittau, der östliche Kirchenbezirks der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachens, ist eine der Piloteinrichtungen des Evangelischen Gütesiegels Familienorientierung und zeigt, dass Vereinbarung und Kirche durchaus zusammen gedacht werden kann. Ihre Erfahrungen mit dem Zertifizierungsprozess können Sie hier lesen und hören.

 


Aus der Wirtschaft: Erfolgfaktor Familie

Das Unternehmensprogramm „Erfolgsfaktor Familie“ bietet Erfolgsbeispiele und Erfahrungsberichte von Unternehmen, die mit innovativen Maßnahmen eine familienbewusste Personalpolitik praktizieren. Darüber hinaus steht in der Wissensplattform eine breite Auswahl an Praxisbeispielen, Studien und Ratgebern zu Themen wie Arbeitszeitgestaltung, familienbewusstes Führen und Personalmarketing zur Verfügung. Viele Beispiel kommen aus dem Mittelstand und zum Teil aus dem Bereich der Sozialwirtschaft.

Hinter dem Unternehmensprogramm steht das Bundesfamilienministerium zusammen mit den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft (BDA, DIHK, ZDH) und dem DGB.