Workshops zur Umsetzung der Controlling Standards in die Praxis

Workshop 1

Strategische Steuerung in Sozialunternehmen

Dr. Christian Horak, Partner Contrast Management 
Consulting / Ernest & Young, Wien
Markus Schrieder, Geschäftsführer Altenhilfe
St. Georgen gGmbH, Ruhmannsfelden

Moderation: André Peters, Vorstand DGCS

Die Sozialwirtschaft wird aktuell von Konzepten wie Inklusion, Sozialraumorientierung und Empowerment bestimmt. Diese führen zu einem erheblichen Veränderungsdruck, der mit Agilität, Entsäulung und Ambulantisierung einhergeht. Fachkräftemangel und Digitalisierung sind Megathemen, die alle sozialen Dienstleister zu meistern haben.

Ziele und Aktionsfelder der strategischen Steuerung

  • Strategische Steuerung als zukunftsorientierte Gestaltung des Sozialunternehmens: Was müssen wir tun, um in drei bis sieben Jahren erfolgreich zu sein?
  • Wie werden verschiedene Marktpartner, wie Kunden, Mitbewerber, Multiplikatoren und die Politik zukünftig handeln?
  • Welchen sozialen und technischen Wandel gilt es zu berücksichtigen? Wie verändern sich Bedarfe und wie entwickelt sich das Arbeitskräfteangebot für uns?
  • Wie wollen wir für unsere verschiedenen Kundengruppen und Standorte wachsen, weichen oder innovieren? 
  • Welche Investitionen sind notwendig, um wettbewerbsfähig zu bleiben?
  • Welche strategischen Ziele leiten wir aus den Analysen für Kunden & Dienstleistungen, Strukturen & Prozesse, Kultur & Mitarbeitende und Finanzen & Ressourcen ab?
  • Wie steuern wir unseren Zielerreichungsgrad?

Controlling Standards und Handwerkszeug der strategischen Steuerung

  • Umfeld- und Organisationsanalysen zur Identifikation von Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken im Wettbewerb, Angebotsüberprüfung, Wettbewerbsposition analysieren und neue attraktive Märkte erschließen
  • Mit Leitbild und Zielen strategischen führen und Erfolge messen
     

Workshop 2

Operative Steuerung der Geschäftsfelder im Sinne einer ex-ante-Steuerung der einzusetzenden Ressourcen

Attila Nagy, geschäftsführender Partner Rosenbaum Nagy, Köln 

Moderation: Peter Rötzel, Vorstand DGCS

Wie stellt man die Wirtschaftlichkeit einer Einrichtung vertragskonform bereits bei der Disposition über die Ressourcen im Sinne einer ex-ante-Steuerung sicher? Ob stationäre oder ambulante Angebote der Alten-, Behinderten- oder Jugendhilfe: ein fachlich und wirtschaftlich erfolgreicher Betrieb setzt den Einsatz operativer Steuerungsinstrumente voraus. Hierbei müssen insbesondere die Personalressourcen in Abhängigkeit von der Belegung bzw. Auslastung flexibel gesteuert werden. Dies klingt nach einer Selbstverständlichkeit. Aber oft sind die hierfür zuständigen Einrichtungs- oder Teamleitungen mit der Aufgabe allein gelassen. In diesem Workshop erhalten Sie einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Ansätze und Instrumente der operativen Steuerung und praxisorientierte Handlungsempfehlungen.

Ziele und Aktionsfelder der operativen Steuerung

  • Was beinhaltet die operative Steuerung in den verschiedenen Geschäftsfeldern?
  • Wie kann die Wirtschaftlichkeit Ihres Geschäftsfeldes durch die Steuerung der notwendigen Ressourcen verbessert werden?
  • Wie kann die operative Steuerung im Geschäftsfeld organisatorisch verankert werden?
  • Welche Dimensionen und Themen umfasst die operative Steuerung?

Controlling Standards und Handwerkszeug der operativen Steuerung

  • Welche Instrumente sind in der operativen Steuerung sinnvoll einsetzbar?
  • Welche Kennzahlen sind wichtig und zielführend?
  • Wie bewähren sich die Instrumente in der Praxis?
  • Wie kann die operative Steuerung durch den Einsatz von EDV unterstützt werden?

Workshop 3

Personalcontrolling in sozialen Einrichtungen 

Philipp Heinen, Personal- und Organisationsberater Contec GmbH, Bochum 
Björn Neßler, Vorstand Diakonie Gütersloh e.V., Gütersloh

Moderation: Prof. Dr. Gabriele Moos, 1. Vorsitzende DGCS

Wollen Sie Personal, Kosten für Personalaktivitäten und personalwirtschaftliche Themen gezielt steuern? Wollen Sie mehr als Reporting? Wollen Sie Ihre per-sonalwirtschaftlichen Ziele sicher erreichen? In diesem Workshop beschäftigen Sie sich mit verschiedenen Ansätzen und Instrumente des modernen Personalcontrollings aus Sicht der Praxis.

Ziele und Aktionsfelder des Personalcontrollings

  • Welche Ziele verfolgt ein Unternehmen mit Personalcontrolling und welche Aufgaben werden wahrgenommen?
  • Welche Stellung sollte Personalcontrolling im Unternehmen einnehmen und wie wird es organisatorisch verankert?
  • Welche Dimensionen und Themen umfasst Personalcontrolling?

Controlling Standards und Handwerkszeug des Personalcontrollings

  • Welche Instrumente sind im Personalcontrolling einsetzbar?
  • Welche Kennzahlen sind wichtig und zielführend?
  • Wie sinnvoll sind die Instrumente in der Praxis?
  • Wie kann Personalcontrolling durch die EDV unterstützt werden?

Workshop 4

Sozialwirtschaft im Umbruch – Von der IT zur Digitalisierung

Thomas Eisenreich, Geschäftsbereichsleiter Ökonomie, VdDD, Berlin
Prof. Dr. Dietmar Wolff, Vorstand & 
Wolfgang Boelmann, Geschäftsführer FINSOZ e.V., Berlin
Dr. Hartmut Clausen, Vorstandsvorsitzender Hospital zum Heiligen Geist, Hamburg 

Moderation: Dr. Bernd Schubert, Vorstand DGCS

Alle sprechen über die Digitalisierung der sozialen Arbeit, aber oft gehen die Vorstellungen weit auseinander, was sich unter dieser Überschrift verbirgt. In diesem Workshop sollen die Bereiche im Zusammenhang und aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden. Welcher Grad an technischer Ausstattung und Kompetenz ist erforderlich, um digitale Lösungen umzusetzen? Welche Auswirkungen hat dies auf die soziale Arbeit, administrative Prozesse, Controlling und Führung? Wie sehen praktische Beispiele aus? Welche eigenen Erfahrungen habe ich bisher gesammelt?

Ziele und Aktionsfelder IT und Digitalisierung

  • Welche Anwendungen sind erforderlich und welche Anforderungen bestehen an die Infrastruktur? (Vorsysteme zur Leistungsdokumentation, Abrechnung mit Schnittstelle in die Fibu, Dienstplanprogramm mit Schnittstelle in die Personalabrechnung, BI-Anwendungen für die Aufbereitung der steuerungswirksamen Informationen, Client-Server-Architektur etc.)
  • Wo greifen heute schon die technische Ausstattung und Prozessorganisation ineinander (Connectivity, mobile Dokumentationssysteme, Smarthome-Devices etc.)
  • Wo gibt es bereits Beispiele und wie kann die weitere Entwicklung aussehen? Wie wird sich soziale Arbeit durch Digitalisierung verändern?

Controlling Standards und Handwerkszeug für den Weg von der IT zur Digitalisierung 

  • Welche technischen, organisatorischen und per-sonellen Voraussetzungen sind notwendig?
  • Was sind die Wünsche der Kunden – heute – morgen – übermorgen?

Workshop 5

Wirkungscontrolling 

Attila Nagy, geschäftsführender Partner Rosenbaum Nagy, Köln Prof. Dr. Bernd Halfar, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Eichstätt
Fabio Rössler, Seniorberater xit-GmbH, Nürnberg 

Moderation: Stefan Löwenhaupt,Vorstand DGCS

Nicht-monetäre Zielerreichungen sind häufig der eigentliche Ertrag von Organisationen. Die politischen Finanzierungsträger erwarten zunehmend Wirkungsberichte, die den Nachweis des „rechtmäßigen Aufwandes“ ablösen. Das Controlling muss fachlich diese Aufgabe meistern. Im Rahmen des Workshops erhalten Sie einen Überblick über Ansätze, wie dies gelingen kann. 

Handwerkszeug des Wirkungscontrollings

  • Welche Instrumente gibt es für das Controlling, um Veränderungen bei Klienten in verschiedenen Arbeitsfeldern der Sozialwirtschaft (Eingliederungshilfe, Jugendhilfe, Altenhilfe, berufliche Bildung) messen zu können?
  • Wie kann man im Rahmen des Controllings „dead weights“ identifizieren, also Veränderungen, die „sowieso“ eingetreten wären und nicht durch die Organisation erklärt werden können. 
  • In welcher Form kann der ermittelte „Nettoertrag“ einer Organisation in die Erfolgsrechnung, in den Jahresabschluss aufgenommen werden, welche Kennzahlen bieten sich hier an? 
  • Wenn der Beitrag der Potenzial-/Inputfaktoren insgesamt für die fachliche und finanzielle Wirkung nicht abschließend zu klären ist: Gibt es die Möglichkeit im Wirkungscontrolling methodisch auch Teilproduktivitäten zu errechnen?

Neue Entwicklungen und Ausblick

  • Die Berechnung von „Teilproduktivitäten“ ist im Rahmen des Wirkungscontrollings schon methodisch anspruchsvoll. Aber wie berechnet man den Wertschöpfungsbeitrag von digitalisierten Dienstleistungsprozessen? Wie informiert das Controlling künftig die Entscheidungsträger über deren Wirksamkeit?

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