Was uns leitet

 

 

Unsere Grundlage:

evangelisch glauben

Wir glauben, dass Gott kontinuierlich in dieser Welt wirksam ist. Dies ist uns Quelle und Motivation. Wir verstehen Leben als Geschenk. Dies ist uns Zuspruch und Halt. Diese Grundüberzeugungen des christlichen Glaubens leiten uns und stellen uns vor den Anspruch, Freiheit und Verantwortung glaubhaft und wirksam zu gestalten.


Unser Auftrag:

Kirche und Diakonie gemeinsam für die Zukunft gestalten

Wir glauben, dass die theologische Deutung menschlichen Lebens Möglichkeitsräume eröffnet: Gutes Leben und getrostes Sterben sind möglich. Dieses in Wort und Tat erlebbar zu machen, verstehen wir als Auftrag von Kirche und Diakonie. Dafür brauchen Diakonie und Kirche geeignete Personen und angemessene Strukturen. Diese zu unterstützen, zu fördern, zu begleiten und zu entwickeln, ist unser Auftrag.

Wir glauben auch, dass sich eine diesem Auftrag verpflichtete Kirche und mit ihr die Diakonie im Wandel der Zeit unterschiedliche Ausdrucks- und Organisationsformen braucht. Die absehbaren Veränderungen der Welt, in der wir leben, sind gewaltig. Wir nehmen sie wahr – um Führung und Leitung für eine „Kirche in der Welt“ stark zu machen. Die zunehmende Bedeutung ökonomischer Aspekte und digitaler Kommunikation sehen wir als Kontexte, in denen wir für Würde und Gerechtigkeit eintreten.


Unsere Einsicht:

Freiheit erfahren und heilsame Begrenzung achten                                                                                                       

Wir glauben, dass wir mit dem christlichen Glauben ein Fundament erfahren, das  durch alle Fragen der Zeit hindurch immer wieder neu erschlossen werden muss. Dadurch entsteht die Freiheit, die Gestaltung von Kirche und Diakonie innovativ und motiviert anzugehen.

Wir glauben, dass wir nicht alles können, kennen und tun müssen, was andere von uns erwarten. Wir erwarten von uns viel, aber nicht alles. Wir halten das für eine angemessene Haltung. Sie entspringt unserem Glauben, der uns heilsam begrenzt. Zu den Grenzen, die uns vorgegeben sind, gehören auch die Grenzen der Menschen, denen wir in unserer Arbeit begegnen, wie auch die globalen Grenzen. Deshalb ist uns Nachhaltigkeit mit ihren sozialen, ökologischen und ökonomischen Dimensionen ein wichtiges Anliegen, in unseren eigenen Prozessen wie in unseren Bildungsinhalten.


Unsere Überzeugung:

Persönlichkeitsentwicklung und systemische Perspektiven ins Zentrum stellen

Wir glauben, dass die komplexe und plurale Welt nur über systemische Perspektiven angemessen wahrgenommen und gestaltet werden kann. Es sind zugleich die handelnden Personen, die dieses selbstbewusst, kompetent und rollensicher reflektieren und umsetzen müssen. Deshalb sind uns Persönlichkeitsentwicklung und ein systemischer Blick zentrale Anliegen. Wir orientieren unser Handeln dabei an den aktuellen Entwicklungen in den unterschiedlichen Kompetenzfeldern leitenden und führenden Handelns.


Unser Ziel:

Gemeinsam Führung lernen

Wir glauben, dass Führung in Kirche und Diakonie eine eigene Fachlichkeit besitzt. Wir sind sicher: Sie lässt sich in einem hohen Maße erlernen. Unsere Leidenschaft ist es, solches Lernen für Führungskräfte in Diakonie und Kirche zu ermöglichen. Zu unserem Verständnis als Anbieter von Fort- und Weiterbildungen gehört es, das auch wir uns weiterentwickeln und Lernende bleiben.


Unsere Zielgruppen:

Führungskräfte aus Glauben und mit Leidenschaft

Wir glauben, dass Kirche und Diakonie Führungs- und Leitungskompetenz braucht – auf allen Ebenen wie auch in allen Professionen. Mit unseren Angeboten wollen wir Personen ansprechen, die Führungspositionen und Leitungsämter in allen professionellen Bereichen von Kirche und Diakonie innehaben. Auch das Aufgabenspektrum ehrenamtlicher Leitung ist bei uns im Blick.


Unsere Wirksamkeit:

Personale Begegnung und verlässliche Netzwerke ermöglichen

Wir glauben, dass personale Begegnung einen Mehrwert für Bildung und die persönliche Entwicklung hat. Wir fördern den direkten Austausch unserer Teilnehmenden, Referentinnen und Referenten und Führungskräfte aktiv. Wir freuen uns, wenn Netzwerke über Jahre gepflegt und vertieft werden und Lernen als unabgeschlossener Prozess verstanden wird, der immer auch eine persönlichkeitsorientierte Seite beinhaltet. Wir sind uns sicher, dass Teilnehmende mit diesen Lernerfahrungen in ihren Systemen konstruktiv wirksam werden. Dass sie das können, dazu leisten wir unseren Beitrag.


Unser Anliegen:

Vielfalt leben und gemeinsames Lernen gestalten

Wir glauben, dass Unterschiede Bereicherung sein können, wenn zugleich nach Gemeinsamkeiten gefragt wird. Wir sind sicher: Der Mehrwert in der Begegnung von Menschen aus institutionell, organisational und zivilgesellschaftlich geprägten Bereichen der Diakonie und Kirche birgt noch viele weitere wichtige Impulse und Potentiale. Deshalb gestalten, unterstützen und initiieren wir gemeinsame Lernprozesse mit der und für die Vielfalt in Kirche und Diakonie.


Unser Ansatz:

Mit Theorie für die Praxis lernen

Wir glauben, dass Theorie nur so gut ist wie die Praxis, die sie orientiert. Um beide Seiten in ein produktives Verhältnis zu setzen, gestalten wir Lernprozesse, die Theorie und Praxis in ihren Wechselwirkungen thematisieren. Theorie bedeutet für uns immer ein (transdisziplinäres) Gespräch von Theologie und Diakoniewissenschaft mit den Sozial-, Organisations- und Wirtschaftswissenschaften. Wir sind überzeugt, dass Reflexion, Experiment, Erfahrungsaustausch und Feedback Grundformen beruflich-qualifizierenden Lernens sind.


Unsere Kooperationspartner und -partnerinnen:

Mit Anderen Erfahrungen teilen

Wir glauben, dass die Erfahrungen der Fachleute aus den Wissenschaften, aus der Führungs- und Leitungspraxis in Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft sowie aus der konfessionellen und weltweiten Ökumene wertvoll für Kirche und Diakonie sind. Darum laden wir sie als Referentinnen und Referenten wie auch als Teilnehmende ein. Wir wissen, dass wir nicht nur über die Vorteile von Kooperation und Vernetzung reden dürfen, sondern diese auch selbst praktizieren, im Bereich von Kirche und Diakonie wie mit öffentlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren.


Die „Führungsakademie für Kirche und Diakonie“ ist ein Kompetenzzentrum mit einem bundesweiten Auftrag, der durch Fort- und Weiterbildungen, Tagungen, Netzwerkarbeit, Diskurse und Veröffentlichungen wahrgenommen wird.

Mit diesem Text drücken wir aus, wie wir uns und unsere Arbeit verstehen. Das können wir nicht tun, ohne auch etwas darüber zu sagen, was für uns ein angemessenes Verständnis von Führung und Leitung in Kirche und Diakonie ist. Es handelt sich nicht um einen argumentativ begründenden oder diskursiv einladenden Text, sondern um unsere aus Erfahrung gewonnenen Einsichten, die wir mit Leidenschaft und aus Überzeugung vertreten. Deshalb ist es eine eigene Gattung, kein Leitbild, keine Vision, sondern tatsächlich ein Ausdruck dessen, was uns trägt und antreibt, was uns leitet.

Peter Burkowski
Dr. Lars Charbonnier
Dr. Paul G. Hanselmann
Dr. Silke Köser

Juni 2019